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25 Leitlinien der Baubiologie: Bewährtes noch besser machen

Pressemitteilung   •   Jul 09, 2018 12:53 CEST

25 Leitlinien der Baubiologie

Seit 1980 gibt es die „25 Grundregeln der Baubiologie“ für ein gesundes, naturnahes, nachhaltiges und schön gestaltetes Lebensumfeld. Nun wurden sie aktualisiert und erstmals im Rahmen des IBN-Kongresses am 8./9. Juni 2018 unter der neuen Bezeichnung „25 Leitlinien der Baubiologie“ vorgestellt. Die prägnant und leicht verständlich formulierten Leitlinien sollen als Leitfaden für baubiologische Beratungen, Planungen und Ausführungen dienen. Sie bringen die Kriterien nachhaltigen und gesunden Bauens für Bauherren, Fachplaner und Interessenten übersichtlich und kompakt auf den Punkt.

Die wichtigsten Änderungen

Warum heißt es nun „Leitlinien“ und nicht mehr „Grundregeln“? Eine Leitlinie ist eine empfehlende Handlungsanweisung und im Mittelpunkt der Betrachtung steht die Optimierung aller Kriterien im individuell machbaren Rahmen.

Die Zielsetzung der Aktualisierung war es, bewährte Inhalte beizubehalten, aber Sprache, Optik und Struktur der heutigen Zeit anzupassen sowie auch für Laien verständlich zu formulieren und zu gestalten. Die inhaltlich wesentlichsten Änderungen zeigen deutlich in welchen Bereichen die „gängige Baupraxis“ baubiologischen Optimierungsbedarf zeigt:

  • „Sinneseindrücke wie das Sehen, Hören, Riechen und Tasten fördern“
    Diesen Punkt gab es bislang nicht, jedoch führt heutiges konventionelles Bauen mit maschinell aufgebrachten Putzen sowie viel Kunststoff und Metall zu einer Verkümmerung unserer Sinne, insbesondere bei Kindern.
  • „Auf naturnahe Lichtverhältnisse und Farben achten, flimmerfreie Leuchtmittel verwenden“
    Nach dem Verbot von Glühlampen (2009) und Halogenlampen (9/2018) werden fast nur noch flimmernde Lampen angeboten, was mit gesundheitlichen Risiken verbunden ist. Dabei können auch LED-Lampen so konstruiert werden, dass sie nicht flimmern.
  • „Regionale Baukultur und Handwerkskunst fördern“
    Eine Welt ohne Baukultur – und hierzu gehört v.a. auch die Handwerkskunst – empfinden wir als weniger lebenswert. Zudem liefert das Handwerk nicht nur Raum für Kreativität, sondern auch wichtige, schöne und sinnvolle Arbeitsplätze.
  • Viele Neuerungen bietet der Oberbegriff „Ökosozialer Lebensraum“
    Die hier aufgeführten Leitlinien sollen ein gesundes, naturnahes, nachhaltiges und schönes Lebensumfeld nicht nur auf dem Land, sondern auch in der Stadt ermöglichen.


Weitere Infos sowie Download unter 25leitlinien.baubiologie.de sowie in englischer Sprache unter buildingbiology.com

Institut für Baubiologie + Nachhaltigkeit IBN - www.baubiologie.de

Das Institut für Baubiologie + Nachhaltigkeit IBN wurde 1983 gegründet. Zu den Kernkompetenzen des Instituts gehören die Ausbildung zum Baubiologen IBN durch den staatlich anerkannten Fernlehrgang Baubiologie IBN sowie Weiterbildungen zum Baubiologischen Messtechniker, Raumgestalter und Energieberater.

Darüber hinaus werden Baufirmen, Baufachleuten und allen, die sich ein gesundes und umweltfreundliches Wohn- und Arbeitsumfeld wünschen, unabhängige und objektiv nachvollziehbare Informationen, Beratungen und Messungen auf Basis der 25 Leitlinien der Baubiologie angeboten. Die vom IBN herausgegebene Fachzeitschrift WOHNUNG+GESUNDHEIT informiert vierteljährlich über realisierte Projekte, praxisnahe Fallbeispiele und aktuelle Ereignisse aus der Baubiologie.

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